Von Karsten Mentasti
WESTLICHER RING. Das zweite "Kulturschaufenster 38118", benannt nach einer Postleitzahl aus dem Stadtteil, ist vorbei. Die Organisatoren versprechen: Im nächsten Jahr wird es eine Neuauflage dieses Kulturfestes geben.
Das Kulturschaufenster war im Vorjahr ein Versuch, die kulturellen Ressourcen im westlichen Ringgebiet zu bündeln und Musiker und bildende Künstler an die Öffentlichkeit zu locken. Er traf ins Schwarze, es entstand eine eine Initiative "Forum Kunst und Kultur", der Kulturschaffende, Vereine aus dem Stadtteil und interessierte Bürger angehören. Ein Kulturnetz wurde geknüpft.
"Und ist während dieses zweiten Kulturschaufensters schon wieder weiter gewachsen", sagt Initiator Michael Lehmann, Mitglied im Organisationsteam, "weil uns viele Leute angesprochen haben, die demnächst auch mitmachen wollen". Träger des Festes war der Frauenverein Elele.
Das Kulturfest fand - anders als im Vorjahr - zentral auf dem Frankfurter Platz statt. Es wurde getanzt und Musik gemacht, es gab Aktionen für Kinder. Etwa die Kunstaktion mit dem Kunstkoffer-Team Janina Schmid und Frederik Kochbeck. Sie bauten am Samstag mit mehr als 20 Kindern eine Skulptur aus Holzresten, einen großen weißen Vogel. Schüler der Berufsschule V heckten kurzfristig Aktionen wie menschliches Mensch ärger´ Dich nicht aus.
Rund 600 Besucher, schätzt Mitorganisator Günter Hinterberg vom Verein Antirost, haben am Samstagabend das letzte Konzert der Gruppe Druminc mit Mitgliedern aus dem Stadtteil gehört. dazu trat die Feuerkünstlerin Lucy auf.
"Auch Samstagnachmittag war der Platz bei allen Kulturdarbietungen stets gut gefüllt", betont Dietlinde Schulze vom städtischen Fachbereich Kultur, der sich mit Anschubfinanzierungen beteiligt hat.
Trotz des Regenwetters hielten am Sonntag einige Dutzend Zuhörer des Musikprogramms bis zum Ende des Festes um 18 Uhr aus. Höhepunkt war nachmittags vor 200 Zuschauern der Aufmarsch von 25 Oldtimer-Autos und -Motorrädern - Cabrios blieben in der Garage.
"Der Rahmen des Festes könnte 2011 wieder ganz anders aussehen", kündigt Mitorganisator Markus Wiener an. "Unser Ziel ist, den Menschen aus dem Stadtteil eine Bühne zu geben" - wie die beim nächsten Mal aussieht, wird das Forum Kunst und Kultur entscheiden.
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